Unser 30. Jubiläum

In diesem Jahr sind wir 30 Jahre alt geworden!

Seit drei Jahrzehnten setzen wir uns mit Leidenschaft und Engagement für die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe (KJH) in unserem Bundesland M-V ein. Dieses Jubiläum ist ein bedeutender Meilenstein für uns als sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut. Zu diesem Anlass haben wir eine Jubiläumstagung mit geladenen Gästen veranstaltet.

Am 03. Juli 2024 begrüßten die "Rostocker Rotznasen" mit viel Schabernack unsere Gäste und sangen mit uns gemeinsam ein Ständchen zum Geburtstag. Dr. Susanne Braun, Geschäftsführerin der Bildungsstätte, betonte, dass wir in unseren Fortbildungen Fachkräfte dazu ermutigen, Verantwortung für die eigenen pädagogischen Handlungen zu übernehmen. Wir schaffen Raum, um Wachstum und kritisches Denken zu ermöglichen.

Unsere Vereinsvorsitzende Dr. Judith Gehlke, gab uns 3 Wünsche mit auf den Weg:

  • Neugier & stetiges Hinterfragen sowie Offenheit
  • Beweglichkeit, Unermüdlichkeit & fachliche Stärke bewahren
  • Mäkeln für u.a. bessere Qualitätsstandards in der Kinder- & Jugendhilfe

Dietrich Brandt würdigte die Leistungen der Bildungsstätte. Prof‘in Dr. Karin Böllert, Vorsitzende der AGJ & Professorin für Erziehungswissenschaft an der Uni Münster, sprach in ihrem Vortrag "Kinder- und Jugendhilfe 2024: unverzichtbar, anerkannt und qualifiziert!" über den enormen Bedeutungszuwachs der KJH. Sie skizzierte zudem die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen, wie z.B. Kostensteigerungen, Pandemiefolgen, Wegfall von Ehrenamtlichen, Digitalisierung, menschen- & demokratiefeindliche Tendenzen, Klimawandel, Diversität und formulierte daraus neue Leitlinien.

Auch warf sie die Frage auf, ob durch die Zuständigkeit der KJH für alle Kinder und Jugendlichen damit auch eine Verantwortung für alle Problemlagen einhergeht. Nein! Die Kinder- und Jugendhilfe sei z.B. nicht für verfehlte Migrationspolitik und deren Folgen sowie sozial ungerechte Bildungspolitik verantwortlich, so Karin Böllert.

Hendrik Epe, Organisationsberater aus Endingen, sprach in seinem Vortrag über Möglichkeiten der Organisationsentwicklung in Zeiten des Fachkräftemangels. Die Message war klar: Change the system, not the people. Es lohnt sich darüber nachzudenken, welche neuen funktionalen Regeln sich in Institutionen einzuführen lohnen und welche dysfunktionalen Regeln abgeschafft gehören.

Herzlichen Dank für all die Glückwünsche und Nachrichten, die uns zu unserem Jubiläum auf den verschiedensten Wegen erreichten. Vielen Dank an alle, die da sein konnten.

Wir freuen uns auf die nächsten 30 (oder auch 300 Jahre) mit Ihnen und auf gemeinsame Fortbildungen!