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Tagung/Fachtag/Kongress | Nr. T2/20

Die werden´s schon richten! Von der Kinder- und Jugendhilfe bis zur Justiz im Spannungsfeld der Familiengerichtsbarkeit

Der Fachtag bietet eine Dialogebene für die professionellen Akteure, Kooperationen als Prinzip der Konfliktlösung in den Sachfragen als auch im Binnenverhältnis zwischen Justiz und der Kinder- und Jugendhilfe auszuloten und sich über die jeweiligen Aufgabenschwerpunkte auszutauschen.

Das Jugendamt unterstützt das Familiengericht bei allen Maßnahmen, die die Sorge für die Person von Kindern und Jugendlichen betreffen (§ 50 Abs.1 S.1 SGB VIII).

Die Maßnahmen, die die Sorge für die Person von Kindern und Jugendlichen betreffen können, sind umfangreich und vielfältig. Insbesondere in Angelegenheiten der elterlichen Sorge, des Umganges und in Ehewohnungs- und Gewaltschutzsachen soll das Jugendamt dabei dem Familiengericht über angebotene und erbrachte Leistungen berichten, erzieherische und soziale Gesichtspunkte zur Entwicklung des Kindes oder Jugendlichen darlegen sowie über den Beratungsstand und weitere Hilfen informieren.

Bereits vor einem familiengerichtlichen Verfahren berät das Jugendamt Mütter und Väter in Fragen der Partnerschaft, der Trennung und der Scheidung und unterstützt Kinder, Jugendliche, Eltern und andere zum Umgang berechtigte Personen bei der Gestaltung eines am Kindeswohl orientierten Umganges.

Gerade in Fragen der Partnerschaft, der Trennung und der Scheidung werden häufig und intensiv Konflikte der Erwachsenen zu einer großen Herausforderung für die Entwicklung der betroffenen Kinder und Jugendlichen. Beratung, Unterstützung und Hilfe sollen dazu beitragen, einvernehmliche Erziehungskonzepte und Entscheidungen, die dem Wohl der Kinder und Jugendlichen dienen, zu entwickeln. Gelingt der Prozess nicht, treffen sich Eltern vor Gericht wieder. Das bisherige Feld der Akteure aus der Kinder- und Jugendhilfe erweitert sich um Familienrichterinnen und Familienrichter, Anwältinnen und Anwälte, Verfahrensbeiständinnen und Verfahrensbeistände, Gutachterinnen und Gutachter und andere Akteure.

In diesem Spannungsfeld müssen Entscheidungen entwickelt werden, die das Wohl des Kindes als Richtschnur haben und ebenso die verfassungsmäßigen Rechte der Kinder, Jugendlichen und der Eltern berücksichtigen. Deshalb sollen die professionellen Akteure aus der Kinder- und Jugendhilfe und der Justiz umeinander wissen.

Ablauf

09.30 Uhr  Begrüßung und Grußworte

  • Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg – Vorpommern
  • Justizministerium Mecklenburg – Vorpommern

10:00 Uhr  Interprofessionelle Kooperation im familiengerichtlichen Verfahren

  • Dr. Katharina Behrend, Institut für lösungsorientierte Arbeit im Familienrecht Lemgo

11:30 Uhr  Praxisdiskurs

  • Vertreterinnen und Vertreter aus der Justiz und der Kinder- und Jugendhilfe

12:00 Uhr  Mittagspause

13:00 – 15.00 Uhr  Fachforen inkl. Kaffeepause

FF 1    Kindeswille im Spannungsfeld hochstrittiger Eltern

  • Dr. Katharina Behrend, Institut für lösungsorientierte Arbeit im Familienrecht Lemgo

FF 2    Im Gericht wird alles gut! – Kooperation von Jugendhilfe und Justiz.

  • Udo Michaelis, Amtsgericht Neubrandenburg

FF 3    Erfahrungen mit dem Cochemer Modell im Landkreis Vorpommern – Greifswald

  •  Bengt Jacobsen und Kollegen, Caritas-Regionalzentrum Greifswald

FF 4    Psychosoziale Prozessbegleitung  

  • Ina Pellehn, Psychosoziale Prozessbegleiterin für verletzte Zeuginnen und Zeugen im Strafverfahren (RWH) im Landgerichtsbezirk Stralsund
  • Beate Müller, Psychosoziale Prozessbegleiterin für verletzte Zeuginnen und Zeugen im Strafverfahren (RWH) im Landgerichtsbezirk Neubrandenburg

FF 5    Mediation: Über was Anderes streiten! Wie gute Mediation zu guten Ergebnissen führt.

  • Mandy Berlin und Roland Straube, Rostock

FF 6    Folgen häuslicher Gewalt für Kinder und Jugendliche – Fragen des Sorge- und Umgangsrechtes im familiengerichtlichen Verfahren

  • Katrin Saat und Kollegin - Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking, Rostock

15:00 Uhr       Abschluss

  • „Blitzlichter aus den Workshops“

Moderation: Dr. Susanne Braun, Leiterin der Bildungsstätte Schabernack e.V.

Organisatorisches

Kosten65,00 €

AbschlussTeilnahmebescheinigung, Diese Veranstaltung ist nach § 15 FAO in Höhe von effektiv 3,75 Zeitstunden im Fachgebiet Familienrecht anerkannt.

Termin(e)

29.01.2020

Veranstaltungsort(e)

Bürgerhaus Güstrow
Sonnenplatz 1
18273 Güstrow

Impressionen und Feedback von Teilnehmern

  • Impresssion Seminare

    "Ich habe viele neue Anregungen erhalten, die ich gut im Tagesablauf mit Kindern anwenden kann."

    Teilnehmer*in
  • impression Tagung

    "Die einzelnen Vorträge und Fachforen waren sehr passend zur Thematik gewählt."

    Teilnehmer*in
  • impression Kursreihe

    "Das Thema wurde so gut rübergebracht, dass man jetzt voller Eifer in den Alltag startet."

    Teilnehmer*in