Zurück zur Übersicht

Kursreihe/Qualifizierungskurs | Nr. K16/21

Berufsbegleitende Weiterbildung zur Traumapädagogin/ zum Traumapädagogen

Die Qualififzierung ist als sechsteilige berufsbegleitende Fortbildungsreihe konzipiert und wird nach dem Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie e.V. und dem Fachverband für Traumapädagogik e.V. zertifiziert.

Traumatisierte oder lebensgeschichtlich belastete Kinder stellen besondere Herausforderungen an Erziehungs- und Bildungseinrichtungen. Kinder und Jugendliche in der stationären Jugendhilfe sind vermutlich die Gruppe unserer Gesellschaft, die am häufigsten extremen psychosozialen Belastungen und sequentiellen Traumatisierungen ausgesetzt sind. Einige dieser Kinder sind nur schwer mit herkömmlicher pädagogischer Praxis zu erreichen. Die bisherige Aufspaltung - Bewältigung von traumatischen Ereignissen geschieht in der Therapie, die Pädagogik ist Alltagsbewältigung - wird den Kindern nicht gerecht. Eine Vermeidung von traumabezogenem Material ist in der stationären Erziehungshilfe ohnehin nicht möglich, negiert die vielen Möglichkeiten der Pädagogik und verzögert eine umfassendere Korrektur von behindernden traumaspezifischen Einstellungen und Erwartungen der Kinder. Die interdisziplinären Erkenntnisse z.B. der Psychotraumatologie, Neurophysiologie sowie Bindungsforschung ermöglichen ein Erklärungswissen, aus dem heraus traumapädagogische Konzepte entwickelt werden können und konnten.

Diese Konzepte und Methoden werden in der Weiterqualifizierung vermittelt. Es braucht ein Verständnis für die Anpassungsstrategien der Kinder sowie für die spezifischen Belastungen der Pädagoginnen und Pädagogen. Grundlage hierfür ist die Erweiterung des theoretischen Verständnisses über Traumatisierungen von Kindern.

Ein weiteres Ziel dieser Zusatzqualifizierung ist die Entwicklung von Flexibilität, Sensibilität, Souveränität und Mut im professionellen Herangehen an Traumata. Interkulturalität wird als Querschnittsthema immer mitgedacht. Ein hoher Praxisbezug wird u.a. dadurch hergestellt, dass die Erfahrungen der Pädagoginnen und Pädagogen mit den ihnen anvertrauten Kindern eine hohe Berücksichtigung finden.

Teilnahmevoraussetzungen 

  • Pädagogische Grundausbildung oder Ähnliches 
  • Mindestens zwei- bis dreijährige Berufserfahrung 
  • Hohe Bereitschaft zur Selbstreflexion 
  • Aktuelle berufliche Tätigkeit in Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe 
  • Ausnahmen sind in begründeten Fällen möglich. 

Weitere Informationen zum Curriculum und zu den Teilnahmevoraussetzungen erhalten Sie auf Nachfrage. 

Hinweise: 

  • Ratenzahlung nach Vereinbarung möglich. 
  • Die Kursreihe ist nur komplett buchbar.

Dozierende

Tanja KesslerHeike KarauCristopher KrechNico Stenger

Seminarbegleitung

Organisatorisches

KostenPreis auf Anfrage € zzgl. Übernachtung

AbschlussZertifikat Traumapädagogin/Traumapädagoge

Termin(e)

07.12.2021 - 10.12.2021

08.03.2022 - 11.03.2022

21.06.2022 - 24.06.2022

24.10.2022 - 27.10.2022

27.02.2023 - 02.03.2023

26.06.2023 - 29.06.2023

Veranstaltungsort(e)

Schabernack e.V.
Schabernack 70
18273 Güstrow

Impressionen und Feedback von Teilnehmern

  • Impresssion Seminare

    "Ich habe viele neue Anregungen erhalten, die ich gut im Tagesablauf mit Kindern anwenden kann."

    Teilnehmer*in
  • impression Tagung

    "Die einzelnen Vorträge und Fachforen waren sehr passend zur Thematik gewählt."

    Teilnehmer*in
  • impression Kursreihe

    "Das Thema wurde so gut rübergebracht, dass man jetzt voller Eifer in den Alltag startet."

    Teilnehmer*in